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die Bude war voll. Das ist vorbei, ist aber

überall so, da kämpfen selbst die klei-

nen Fußballvereine damit. Schlecht für

Sportveranstaltungen ist das Fernsehen,

weil viele sich dann lieber Spitzensport

bequem zu Hause vom Sofa aus an-

schauen als irgendwo 10 Euro Eintritt

zu zahlen.

Besser war auch, dass in der Speed-

way-Bundesliga fast 50% der Mann-

schaft aus „echten“ Landshuter Fahrern

bestand, die auch in der Stadt gewohnt

haben. Da konnte man schon mal einen

Fahrer in der Disco treffen. Das hat man

heute ebenfalls nicht mehr, was dem Lo-

kalpatriotismus doch etwas schadet.

Wo die Reise hingeht? Man sieht ja, was

in Deutschland an Speedway noch vor-

handen ist. Die Zahl der Mannschaften

und Stadien ist deutlich zurückgegan-

gen, und man muss den Zuschauern

mehr bieten, damit sie ins Stadion kom-

men - daher sind wir ja immer wieder

mit Umbauten und Verbesserungen zu-

gange. Früher waren Rennen auf der

leeren Wiese möglich, das geht heute

nicht mehr, man muss den Zuschauer an

eine Anlage binden, was wir seit Jahren

versuchen mit unserer Arbeit. Wo sind

denn in Niederbayern noch Rennen, das

sind doch nur wir in Landshut, Abens-

berg und Neustadt, aber ansonsten

nicht mehr viel. Es wird nicht einfacher.

Glücklicherweise haben wir beim ACL in

Gerald Simbeck einen überaus rührigen

Zweiten Vorsitzenden, der viel ins Lau-

fen bringt, davon bräuchten wir noch ein

paar mehr...

Was möchten Sie unseren Lesern noch

mit auf den Weg geben?

Ich würde mir für internationale Rennen

wieder so 5000 Zuschauer im Schnitt

wünschen. Das ist dann gleich eine an-

dere Atmosphäre. Über 13000 Zuschau-

er, wie wir es 1978 hatten, ist sicherlich

nicht realistisch, aber 5000 wäre schön.

Und der Wettergott soll uns immer hold

sein – auch wenn die Zuschauer da kei-

nen Einfluss drauf haben. Aber die Stim-

mung steigt und sinkt mit dem Wetter

und den Zuschauerzahlen.

Und bitte, wenn mal was nicht ganz so

läuft – wir haben auch nicht immer auf

alles Einfluss. Bitte nicht tragisch neh-

men und uns den Rücken kehren! Alle

ehrenamtlichen Funktionäre versuchen

bei jedem Rennen ihr Bestes zu geben.

Vielen Dank für das interessante Ge-

spräch.

Stereo Mike

Trausnitzpokal